1. Zielgruppe
2. Erfolgsfaktoren
3. Vorgehensweise
4. Leistungserbringung


1. Zielgruppe

Unternehmen, Organisationen und Teams, die im internationalen/globalen Umfeld tätig sind und deren Ziele z.B. sind:

  • mit Hilfe von Coaching den Effekt eines vorausgegangenes Trainings zu verstärken, um so einen Mehrwert zu erzielen,
  • eine zukunftsweisende Strategie oder motivierende Vision zu entwickeln,
  • eine international tätige Führungskraft bei der Bewältigung schwieriger Situationen mittels Einzelcoaching unterstützen zu lassen,
  • ein internationales, multikulturelles und/oder virtuelles Team zu gründen oder strukturell zu verändern oder
  • mittels Betreuung und Supervision Handlungen und Handlungsmuster im Team aufzudecken und bewusst zu machen, um

    • Synergiepotentiale für künftige Interaktionen zu finden,
    • latente/unbewusste Missverständnisse aufzudecken,
    • Effizienz und Effektivität zu steigern,
    • Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern und
    • Prozesse und Schnittstellen zu optimieren.



2. Erfolgsfaktoren

Damit das Coaching erfolgreich sein kann und die beschlossenen Maßnahmen von allen Teilnehmern motiviert umgesetzt werden, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein.

Anforderungen an das zu coachende Team:

  • die Coachees (Teammitglieder) nehmen freiwillig am Coaching teil und akzeptieren den Coach
  • die Teammitglieder sind im Prinzip für ihre Aufgabe qualifiziert (sonst wären wahrscheinlich eine Schulung, ein Training oder eine Versetzung sinnvoller)
  • die Erwartungen der Vorgesetzten an das Team sind eindeutig definiert


Anforderungen an den Coach:

  • eigene interkulturelle Kompetenz
  • wird von den Coachees akzeptiert
  • neutrale und sachorientierte Arbeitsweise
  • Lösungswege nur öffnen, aber nicht vorgeben



3. Vorgehensweise

Bei der Entscheidung über den geeigneten Coaching-Ansatz muss bei multikulturellen Teams wegen der unterschiedliche Wertehaltungen, Wissensbasis, Denk- und Handlungsweisen, Problemlösungsstrategien und Muttersprachen der einzelnen Mitglieder die Team-Zusammensetzung berücksichtigt werden.

Ein möglicher Ansatz ist das interkulturelle Coaching in fünf Phasen:

1. Abstimmungsphase mit Auftragsklärung

Während dieser ca. zwei Tage dauernden Phase ist es die Aufgabe des Coaches ein detailliertes Bild zu gewinnen vom Arbeits- und Aufgabenumfeld des Teams, seiner Beziehungsdynamik und den alltägliche Aufgabenstellungen der Teammitglieder.

2. Aufzeichnungsphase

Wenn der Coach vom Team akzeptiert und einen ersten Eindruck von dem Team gewonnen hat, werden Video-Aufzeichnungen vereinbart, in denen der Coach bestimmte vorher abgesprochene Teamsituationen aufnimmt.

3. Pre-Analyse

In dieser Phase analysiert und bewertet der Coach die Videoaufnahmen und seine Beobachtungen. Um dabei möglichst neutral zu bleiben, richtet er sich nach vorher festgelegten Fragestellungen.

4. Gemeinsame Analysephase

Während der gemeinsamen Analyse durch das Team übernimmt der Coach die Rolle eines neutralen Moderators, der gegebenenfalls mittels gezielter Fragen darauf achtet, dass in der Diskussion alle relevanten Aspekte besprochen werden. Außerdem achtet er darauf , dass während der Diskussion nicht einzelne Teammitglieder unfair behandelt werden oder ihnen ein Gesichtsverlust zugefügt wird.

5. Phase der gemeinsamen Zielvereinbarung

Basierend auf den Ergebnissen der gemeinsamen Analyse formulieren die Teammitglieder, vom Coach moderiert, gemeinsame Zielvereinbarungen und Kontrolltermine.

[vgl.: Bolten, J. (2005) 'Interkulturelle Personalentwicklungsmaßnahmen: Training, Coaching und Mediation' in Stahl, G.K., Mayrhofer, W. und Kühlmann, T.M. (Hrsg.) Internationales Personalmanagement: neue Aufgaben, neue Lösungen, Rainer Hampp Verlag, Mering, S. 307-324]


4. Leistungserbringung

  • Vorort im Klientenunternehmen bzw. der Klientenorganisation oder
  • insbesondere bei virtuellen Teams auch elektronisch als eCoaching.